Ich liebe es, nachts draußen zu sein. Seit meiner Kindheit mochte ich draußen einzuschlafen, auf der Terrasse meiner Großeltern. Im Winter fehlt mir dieser Privileg. Im Winter sind die meisten Nächte zu kalt.
Die Luft raschelt dir entgegen und erinnert dich daran, dass es im Winter um Winterschlaf, um Ruhe und um die warmen Decken geht, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben, die sie mit Sorgfalt, Liebe und Pracht gewebt oder genäht haben.

Heute Nacht habe ich Energie getankt, indem ich draußen saß, ohne Kälte, mit Geduld, aufmerksam, mit Dank für den klaren Himmel voller Sterne und für das magische Aroma der Erde, für das seidige Fell von Max, der sich in meine Arme kuschelte, für das Lachen der Jugendlichen am Bürgersteig, die in einer fröhlichen Runde standen.

Der Frühling ist die Jahreszeit in der die Natur zur Kindlichkeit zurück kehrt. Gibt es eigentlich jemand, der nicht die Früchte der Liebe liebt, die kleinsten Varianten der Natur: die Knospen, die Vogelküken, die Tierkinder, die jungen Hummeln, u.s.w.? Die milde Sonne des Frühlings weckt uns aus unserer Taubheit. Zwischen 15 – 20 Grad fühlt sich unser Körper in Form, schwitzt nicht aber bibbert auch nicht. Die Tage werden immer länger, um dass wir mehr Tätigkeiten an der frischen Luft ausführen können und um uns mehr voneinander freuen.
Ich habe gelesen, dass sogar die Kriminalität im Frühling sinkt. Echt jetzt? Sogar die die mit der Gesellschaft auf Kriegsfuß stehen gönnen sich eine Pause um das Erwecken der Natur zu genießen?
Gehen wir aus dem Haus, zwischen Bäumen, am Feld, in Obstgärten, oder Kulturflächen.
Einfach mal raus!
Lassen wir uns überraschen von der Größe des Aufwachens der Natur, von der Kraft und den Lebenswunsch anscheinend kleinen Knospen, von Gezwitschere der sich paarenden Vögel, vom Tanz der kleinen Hummeln mit den Blumen, vom fleißigen Summen der Bienen, vom Geruch der Bäume, die aus dem Dunkel des Erdreichs die neuen jungen Äste mit Blätterchen der Sonne empor heben.

Die Frühlinsaktivitäten an der frischen Luft spornen die Kreativität an, die Originalität und den Wunsch neue Themen zu kennen und darüber zu lernen.
Heraus aus dem Winterschlaf, beginnen die Naturelemente zu wachsen, Äste, Blätter , Blumen und Gräser färben prächtig die Umwelt und bereiten uns schattige Plätzchen gegen den Brand der Sonne der kommen wird… die Natur ist beschützend.
Es scheint so, dass auch Kinder schneller wachsen als in anderen Jahreszeiten.
Der Frühling ist wundervoll, er bringt uns Geschmack auf dem Teller, die Gärten bereiten uns die Ernte vor und geben uns die Kraft der Erde.
Der Frühling füllt uns mit Farbe, Reinheit, mit den empfindlichen Weiß der Schneeglöckchen, Hyazinthen, Freesien, Narzissen, Anemonen und Tulpen, u.s.w.
Alles scheint eine Explosion des Lebens. Es gibt ein Zusammenspiel von Blumen und Glücklichkeit. Das einfache Betrachten von Blumen verleiht uns ein Gütegefühl. E gibt eine Verbindung zwischen Blumen und Glücklichkeit. Blumen bringen ein Lächeln auf unsere Lippen.
Der Frühling – eine Wiederkehr zur Kindlichkeit!
Der Frühling – immer ein Neuanfang!
Der Frühling – so wundervoll!
Tragen wir den Frühling in unsere Seele!


